Lösungen
Homelift
Ein Homelift verbindet wenige Ebenen im privaten Wohnraum. Er braucht deutlich weniger Grundfläche als ein klassischer Aufzug und lässt sich häufig auch im Bestand einplanen.
Wofür dieses System gedacht ist
Der Homelift ist für Wohngebäude mit wenigen Haltestellen gedacht — vom Einfamilienhaus bis zur Maisonettewohnung. Im Vordergrund stehen geringer Platzbedarf, leiser Betrieb und eine Kabine, die sich in die Architektur einfügt statt sie zu dominieren.
Für die Planung ist die entscheidende Frage nicht die Ausstattung, sondern die Geometrie: Wo lässt sich die Fahrbahn unterbringen, welche Deckendurchbrüche sind möglich, und wie viel Grube und Kopfraum gibt der Bestand her?
Passende Anwendungen
Wo ein Homelift typischerweise geprüft wird.
Einfamilienhaus
Verbindung von Erd-, Ober- und Kellergeschoss ohne Umbau des gesamten Treppenhauses.
Maisonettewohnung
Zwei Ebenen innerhalb einer Wohnung, häufig mit knapper Grundfläche.
Wohnen im Alter
Nachrüstung, wenn Treppensteigen dauerhaft entfällt und ein Umzug vermieden werden soll.
Entscheidungskriterien
Diese Punkte entscheiden in der Praxis darüber, welche Variante zu Ihrem Projekt passt.
- Anzahl der Ebenen und die tatsächliche Förderhöhe
- Verfügbare Grundfläche für die Fahrbahn und mögliche Aufstellorte
- Vorhandene Schachtgrube und Kopfraum, insbesondere im Bestand
- Statik der betroffenen Decken und Wände
- Nutzung mit Rollstuhl, Rollator oder Transporthilfen
- Anschlussmöglichkeiten für die Energieversorgung am Aufstellort
- Gestaltungsanforderungen: Verglasung, Kabinenoberflächen, Türanordnung
Homelift im Bestand nachrüsten
Der Neubau ist der einfachere Fall: Dort wird die Fahrbahn mitgeplant. Im Bestand entscheidet sich die Machbarkeit an drei Punkten, und zwar in dieser Reihenfolge.
Erstens der Ort. Es braucht eine Fläche, die auf allen betroffenen Ebenen übereinanderliegt und dort jeweils sinnvoll erschlossen ist. Häufige Kandidaten sind ein Treppenauge, ein Abstellraum, ein Wandvorsprung oder ein Anbau an der Außenwand.
Zweitens die Tragstruktur. Deckendurchbrüche sind Eingriffe in ein tragendes Bauteil. Was zulässig ist, klärt die Tragwerksplanung — nicht der Anlagenhersteller.
Drittens Grube und Kopfraum. Beide sind im Bestand selten großzügig. Reichen sie nicht, führt der Weg über Sonderlösungen mit reduzierten Maßen — nicht über eine kleinere Standardanlage.
Fragen, die vor der Planung auftauchen
Braucht ein Homelift einen gemauerten Schacht?
Nicht zwingend. Es gibt Ausführungen mit eigener tragender Struktur und verglaster Umwehrung, die ohne massiven Schacht auskommen. Welche Variante in Ihrem Fall trägt, hängt von Aufstellort, Statik und Gestaltungswunsch ab.
Lässt sich ein Homelift auch außen am Gebäude anbringen?
Das ist eine übliche Lösung, wenn innen kein Platz ist. Zu klären sind dann Fundament, Witterungsbelastung, Anbindung an die Fassade und die baurechtliche Zulässigkeit des Anbaus.
Wie stark greift der Einbau in den laufenden Wohnbetrieb ein?
Das hängt vollständig von Aufstellort und Umfang der Durchbrüche ab. Eine belastbare Aussage dazu entsteht erst nach Sichtung von Grundriss, Schnitt und Aufmaß — vorher wäre sie geraten.
Ist ein Homelift dasselbe wie ein Plattformlift?
Nein. Der Homelift verbindet mehrere Ebenen dauerhaft und wird von allen genutzt; der Plattformlift überwindet einen einzelnen Höhenunterschied. Die Unterschiede im Detail stehen im Vergleich.
Was wir für die Prüfung brauchen
Die Systemauswahl lässt sich technisch prüfen, sobald Gebäudenutzung, Förderhöhe, die verfügbaren Maße und die vorhandenen Planungsunterlagen vorliegen. Die vollständige Liste der Angaben steht in der Projektanfrage — dort können Sie sie direkt ausfüllen.
Unvollständige Angaben sind kein Hindernis. Fehlende Punkte fragen wir gezielt nach, statt Annahmen zu treffen. Wenn Sie noch am Anfang stehen, zeigt der Ablauf einer Aufzugsplanung, welche Entscheidungen wann anstehen.
Technische Dokumente und Medien
Für den Homelift sind Grundriss und Schnitt der betroffenen Ebenen die wichtigsten Unterlagen. Maße, Tragfähigkeit und Ausstattungsoptionen stimmen wir nach Sichtung dieser Unterlagen ab; pauschale Angaben auf dieser Seite wären für Ihr Gebäude nicht belastbar.
Nennen Sie in der Anfrage, welche Unterlagen Sie für Ihre Planung benötigen.
Referenzen zu diesem System
AKE hat Anlagen dieser Systemgruppe in unterschiedlichen Gebäudetypen geliefert. Projektnamen, Bilder und Kennzahlen veröffentlichen wir erst nach Freigabe durch den jeweiligen Projektbeteiligten. Den aktuellen Stand finden Sie unter Referenzen.
Angrenzende Lösungen
Wenn dieses System nicht passt, führen diese Wege häufig weiter.
Homelift oder Plattformlift?
Die Auswahlfrage, die sich hier fast immer stellt — mit den Kriterien, die entscheiden.
Plattformlifte
Wenn nur ein einzelner Höhenunterschied zu überwinden ist.
Aufzugssysteme
Bei Mehrfamilienhäusern und höherer Haltestellenzahl.
Sonderlösungen
Wenn Grube oder Kopfraum stark eingeschränkt sind.
Passt dieses System zu Ihrem Projekt?
Senden Sie uns Grundriss und Schnitt der betroffenen Ebenen. Wir melden zurück, ob und wie sich ein Homelift einplanen lässt.