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Lösungen

Plattformlifte und barrierefreie Systeme

Wenn ein Aufzug baulich nicht möglich oder nicht verhältnismäßig ist, überbrücken Plattform- und Treppenlifte einzelne Höhenunterschiede — im öffentlichen Raum ebenso wie im privaten Wohnbau.

Wofür dieses System gedacht ist

Barrierefreie Systeme lösen eine eng umrissene Aufgabe: einen bestimmten Höhenunterschied für Menschen zugänglich machen, die eine Treppe nicht oder nicht sicher nutzen können. Die Systemart folgt der Geometrie des Höhenunterschieds.

Vertikale Plattformlifte fahren senkrecht und eignen sich für Podeste, Eingangssituationen und einzelne Geschosse. Treppenplattformlifte folgen dem Treppenlauf und lassen sich auch in gewundenen Treppenhäusern führen. Sitz-Treppenlifte sind für Nutzerinnen und Nutzer gedacht, die sitzend transportiert werden können. Sitz-Poollifte ermöglichen den Ein- und Ausstieg an Becken.

Passende Anwendungen

Vier Systemarten und ihre typische Aufgabe.

  • Vertikale Plattformlifte

    Senkrechte Überwindung eines Podests oder eines Geschosses, auch als CL-Serie.

  • Treppenplattformlifte

    Plattform am Treppenlauf, geeignet für Rollstuhlnutzung, auch bei gewundenen Treppen.

  • Sitz-Treppenlifte

    Sitzplatz am Treppenlauf für Nutzung ohne Rollstuhl, häufig im privaten Wohnbau.

  • Sitz-Poollifte

    Ein- und Ausstieg an Schwimmbecken in Hotels, Therapiebädern und Freizeitanlagen.

Entscheidungskriterien

Diese Punkte entscheiden in der Praxis darüber, welche Variante zu Ihrem Projekt passt.

  • Zu überwindender Höhenunterschied und Geometrie der Treppe oder des Podests
  • Nutzung mit Rollstuhl, Rollator oder sitzend
  • Öffentlicher oder privater Bereich und die daraus folgenden Betreiberpflichten
  • Innen- oder Außenaufstellung und die Witterungsbelastung
  • Verfügbare Lauf- und Restbreite der Treppe im eingefahrenen Zustand
  • Fluchtweganforderungen des Projekts, die die Restbreite begrenzen
  • Bedienkonzept: Selbstbedienung, Aufsicht oder Schlüsselschalter

Die vier Systemarten im Vergleich

Die Wahl folgt der Geometrie des Höhenunterschieds und der Nutzergruppe, nicht dem Budget.

Barrierefreie Systeme und ihre jeweilige Aufgabe.
SystemartÜberwindetNutzungTypischer Ort
Vertikaler PlattformliftPodest oder ein Geschoss, senkrechtMit Rollstuhl, stehendEingang, Foyer, Zwischenebene
TreppenplattformliftEinen Treppenlauf, auch gewendetMit RollstuhlBestandstreppenhaus, öffentlicher Bau
Sitz-TreppenliftEinen TreppenlaufSitzend, ohne RollstuhlPrivates Wohnhaus
Sitz-PoolliftBeckenrandSitzend, Ein- und AusstiegHotel, Therapiebad, Freizeitanlage

Was im öffentlichen Bereich zusätzlich zählt

Im privaten Wohnhaus richtet sich die Anlage an bekannte Nutzer. Im öffentlichen Bereich muss sie von wechselnden Personen ohne Einweisung bedient werden können — das verschiebt die Anforderungen erheblich.

Drei Punkte fallen dabei regelmäßig ins Gewicht: die Restbreite der Treppe im eingefahrenen Zustand, weil Fluchtwege eine Mindestbreite behalten müssen; das Bedienkonzept, also ob die Anlage frei zugänglich ist oder eine Freigabe erfordert; und die Auffindbarkeit — eine Anlage, die man nur kennt, wenn man sie schon kennt, erfüllt ihren Zweck nicht.

Die planerischen Grundsätze dahinter stehen unter Barrierefreiheit planen.

Was wir für die Prüfung brauchen

Die Systemauswahl lässt sich technisch prüfen, sobald Gebäudenutzung, Förderhöhe, die verfügbaren Maße und die vorhandenen Planungsunterlagen vorliegen. Die vollständige Liste der Angaben steht in der Projektanfrage — dort können Sie sie direkt ausfüllen.

Unvollständige Angaben sind kein Hindernis. Fehlende Punkte fragen wir gezielt nach, statt Annahmen zu treffen. Wenn Sie noch am Anfang stehen, zeigt der Ablauf einer Aufzugsplanung, welche Entscheidungen wann anstehen.

Technische Dokumente und Medien

Für barrierefreie Systeme sind Aufmaß, Treppengeometrie und Fotos der Einbausituation entscheidend. Maße, Tragfähigkeiten und normbezogene Angaben nennen wir für die konkrete Ausführung nach der technischen Sichtung — die Anforderungen unterscheiden sich zwischen öffentlichem und privatem Bereich erheblich.

Nennen Sie in der Anfrage, welche Unterlagen Sie für Ihre Planung benötigen.

Referenzen zu diesem System

AKE hat Anlagen dieser Systemgruppe in unterschiedlichen Gebäudetypen geliefert. Projektnamen, Bilder und Kennzahlen veröffentlichen wir erst nach Freigabe durch den jeweiligen Projektbeteiligten. Den aktuellen Stand finden Sie unter Referenzen.

Angrenzende Lösungen

Wenn dieses System nicht passt, führen diese Wege häufig weiter.

Passt dieses System zu Ihrem Projekt?

Schicken Sie uns Aufmaß und Fotos der Einbausituation. Daraus ergibt sich, welche Systemart tragfähig ist.

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