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Lösungen

Sonderlösungen

Wenn eine Standardausführung an der Gebäudegeometrie scheitert, beginnt die Sonderlösung. Häufigster Anlass sind zu geringe Schachtgruben- und Kopfraummaße sowie Geländesprünge.

Wofür dieses System gedacht ist

Sonderlösungen entstehen dort, wo die Standardgeometrie nicht aufgeht. Zwei Fälle treten besonders häufig auf: eine Schachtgrube oder ein Kopfraum, die kleiner ausfallen als üblich — typisch im Bestand und bei nachträglichem Einbau — und Geländeverhältnisse, die keinen senkrechten Schacht zulassen.

Für den ersten Fall führt AKE die MY-LIFT-Reihe, die für reduzierte Gruben- und Kopfraummaße ausgelegt ist. Für den zweiten Fall kommen Schrägaufzüge in Frage, die einer geneigten Fahrbahn folgen.

Passende Anwendungen

Wann eine Sonderlösung geprüft werden sollte.

  • Nachrüstung im Bestand

    Der vorhandene Raum gibt die übliche Schachtgrube oder den Kopfraum nicht her.

  • Denkmal und enge Bausubstanz

    Eingriffe in die Tragstruktur sind nur begrenzt möglich.

  • Unebenes Gelände

    Hangsituationen und Geländesprünge ohne senkrechte Führung.

Entscheidungskriterien

Diese Punkte entscheiden in der Praxis darüber, welche Variante zu Ihrem Projekt passt.

  • Tatsächlich vorhandene Schachtgrube und Kopfraum, gemessen und nicht geschätzt
  • Tragstruktur und zulässige Eingriffe in Decken, Wände und Fundamente
  • Neigung und Verlauf der Fahrbahn bei Schrägaufzügen
  • Denkmalschutz-, Genehmigungs- und Auflagenlage des Projekts
  • Nutzergruppe und die daraus folgenden Anforderungen an Zugänglichkeit
  • Witterung und Untergrund bei Außenaufstellung

Wann Sonderlösung, wann Standard?

Eine Sonderlösung ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Antwort auf eine Einschränkung. Wo die Standardgeometrie aufgeht, ist die Standardausführung die bessere Wahl: kürzere Planung, einfachere Ersatzteilversorgung, weniger Sonderfälle im späteren Betrieb.

Der Wechsel zur Sonderlösung lohnt sich, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft und sich baulich nicht auflösen lässt: Die Schachtgrube oder der Kopfraum bleiben unter dem, was die Standardausführung braucht. Die Tragstruktur lässt die nötigen Durchbrüche nicht zu. Die Fahrbahn kann nicht senkrecht verlaufen. Oder der Denkmalschutz begrenzt die Eingriffe.

Der wichtigste Rat aus der Praxis: Prüfen Sie zuerst, ob sich die Einschränkung baulich beseitigen lässt. Eine tiefergelegte Grube ist im Rohbau oft günstiger als eine Sonderkonstruktion — im Bestand ist es meist umgekehrt.

Was das Aufmaß hergeben muss

Bei Sonderlösungen entscheidet der gemessene Bestand, nicht der Bestandsplan.

  • Tatsächliche Tiefe der Schachtgrube, gemessen an der tiefsten Stelle
  • Tatsächliche lichte Höhe über der obersten Haltestelle
  • Lichte Maße des verfügbaren Raums auf jeder Ebene
  • Lage und Art der tragenden Bauteile im Umfeld
  • Bei Schrägaufzügen: Neigung, Verlauf und Untergrund der Trasse
  • Fotos aus mehreren Blickrichtungen, auch von Grube und Kopfbereich

Abweichungen zwischen Bestandsplan und Aufmaß sind bei Sonderlösungen die Regel, nicht die Ausnahme.

Was wir für die Prüfung brauchen

Die Systemauswahl lässt sich technisch prüfen, sobald Gebäudenutzung, Förderhöhe, die verfügbaren Maße und die vorhandenen Planungsunterlagen vorliegen. Die vollständige Liste der Angaben steht in der Projektanfrage — dort können Sie sie direkt ausfüllen.

Unvollständige Angaben sind kein Hindernis. Fehlende Punkte fragen wir gezielt nach, statt Annahmen zu treffen. Wenn Sie noch am Anfang stehen, zeigt der Ablauf einer Aufzugsplanung, welche Entscheidungen wann anstehen.

Technische Dokumente und Medien

Für Sonderlösungen gilt besonders: Ohne Aufmaß, Schnitt und Fotos der tatsächlichen Situation ist keine belastbare Aussage möglich. Angaben zu Mindestmaßen und Ausführungsgrenzen geben wir deshalb erst nach der konstruktiven Prüfung Ihres Falls.

Nennen Sie in der Anfrage, welche Unterlagen Sie für Ihre Planung benötigen.

Referenzen zu diesem System

AKE hat Anlagen dieser Systemgruppe in unterschiedlichen Gebäudetypen geliefert. Projektnamen, Bilder und Kennzahlen veröffentlichen wir erst nach Freigabe durch den jeweiligen Projektbeteiligten. Den aktuellen Stand finden Sie unter Referenzen.

Angrenzende Lösungen

Wenn dieses System nicht passt, führen diese Wege häufig weiter.

Passt dieses System zu Ihrem Projekt?

Schicken Sie uns Aufmaß, Schnitt und Fotos der Einbausituation. Wir prüfen konstruktiv, was machbar ist.

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